MS Ortelius - Oceanwide Expeditions





Das eisverstärkte Expeditionsschiff MS «Ortelius» wurde 1989 in der Gdynia Werft in Polen erbaut und erhielt den Namen «Marina Svetaeva». Über Jahre diente sie als Arbeitsschiff für die Russische Akademie der Wissenschaften und verbrachte viele Jahre in den zugefrorenen Gewässern der Arktis und im nördlichen Pazifik. Das Schiff hat die russische Eis-Klasse (L1 entspricht 1A) und ist daher sehr gut geeignet, um in festem Ein-Jahres-Meereis und losem mehrjährigem Packeis zu navigieren. Die MS «Ortelius» ist ein robustes, wendiges Schiff und die mitgeführten Zodiacs ermöglichen jederzeit Anlandungen, auch in kleinen Buchten. Im den Jahren 2005 und 2014 wurde es renoviert und die Kabinen wurden komfortabler eingerichtet. Das Schiff zeichnet sich grosse geräumige Kabinen und Aufenthaltsräume einschliesslich der offenen Brücke aus.



Technische Daten

Reederei: Oceanwide Expeditions
Flagge: Niederlande
Bordsprache: deutsch/englisch
Baujahr: 1989 / Umbau/Renovation: 2005 / 2018
Länge: 91,25 m, Breite: 17,61 m
Tiefgang: 5,80 m
Maschinenleistung: 4.352 PS Dieselmotoren
Geschwindigkeit: 12-14 Knoten
Passagiere: 108
Besatzung: 52
Strom: 220 Volt
Eisklasse:L1 / 1A


Ausstattung
Für Unterhaltung auf der MS «Ortelius» sorgen eine Lounge, eine Bar, ein Restaurant mit Vortragsraum. Souvenirs erhalten Sie im kleinen Kiosk auf dem Hauptdeck. Klinikzimmer für Notfälle und Arzt an Bord.


Kabinen
Die MS «Ortelius» bietet ausreichend Raum für 108 Passagiere in 52 Passagierkabinen. Es gibt 4 Vierpersonen-Kabinen mit Bullauge, 26 Doppelkabinen mit Bullauge, 12 Doppelkabinen mit Fenster, 2 Deluxe-Doppel-Kabinen und 6 Superior-Doppelkabinen. Alle Kabinen haben ein eigenes Bad mit Dusche und WC.



2-Bett Kabine mit Bullauge (12 - 15 m2)




2-Bett Kabine mit Fenster (17 m2)




Superior-Kabine (18 - 20 m2)




Dusche / WC



Speisesaal - Restaurant




Vortragsraum




Bar - Lounge




An Bord der Ortelius gibt es immer genügend Früchte






Abraham Ortelius
Die «MS Ortelius» wurde nach dem Geographen und Kartografen Abraham Ortelius getauft. Er lebte von 1527 bis 1598 und entstammte einer von Augsburg in die südlichen Niederlande eingewanderten Familie. Ortelius gilt heute auch als der erste, der aufgrund der zueinanderpassenden Umrisse vermutete, dass die Kontinente früher einmal zusammengehangen hätten und später durch «Erdbeben und Fluten» zerbrochen seien, so dass dadurch einst Amerika, Afrika und Europa entstanden sind. Die These füllt nur eine kurze Passage seines Werks «Thesaurus Geographicus» und wird von Fachleuten als erster schriftlicher Beleg für die Grundlagen der Theorien zur Kontinentaldrift und der daraus entstandenen Plattentektonik gewertet.







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